IAT

Institut für Allgemeine Theorie / Institute of General Theory 

Philipp Matthäus Hahn

Kornwestheim, 2009


Ein Himmelsglobus als Denkmal für einen Grenzgänger der Aufklärung: Philipp Matthäus Hahn, Astronom, Pfarrer, Ingenieur und Unternehmer, verband im 18. Jahrhundert Glauben, Wissenschaft und Erfindungsgeist auf einzigartige Weise. Seine präzisen Weltmaschinen, hydrostatischen Waagen und mechanischen Rechenapparate spiegeln eine zutiefst verwurzelte Neugier für die Struktur des Kosmos und die Dynamik des Lebens wider.

Diese Skulptur nimmt Bezug auf Hahns multifunktionales Wirken, indem jede Himmelsrichtung eine seiner Rollen markiert und so, wie in seinen eigenen Weltmaschinen, ein Gleichgewicht zwischen Himmel und Erde entsteht. Durch die optische Umschreibung des Sternenhimmels knüpft das Werk an Themen wie Autonomie, Perspektivwechsel und das geheimnisvolle Erleben des Overview Effekts an – der transzendente Moment, in dem die Erde aus dem All als zerbrechlicher, blauer Punkt erscheint. Die Arbeit verweist zugleich auf das meditative Erkennen unseres Platzes im Universum und die poetische Kraft, die Carl Sagan in seinem »Pale Blue Dot« beschrieb.

In diesem dialogischen Raum zwischen Technik, Theologie und kosmischer Betrachtung eröffnet die Skulptur ein Bild von Hahn als einer Figur, die ebenso in der Kunst wie in der Wissenschaft zuhause ist – ein kosmischer Pfadfinder zwischen den Sphären.

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